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Kennen sie die schönste Buchhandlung Nordeuropas? Zumindest nennt sie Harry Rowohlt so in seiner wunderbaren Biografie “In schlucken zwei Spechte” (heute schon an Urlaubslektüre gedacht?)
Also ich kenne sie: das Taraxacum in Leer. Sollte Sie der Name wundern, bedenken Sie das ostfriesische Umfeld und lesen die Erklärung ihres Gründers Michael Wübbelsmann:
“Wenn Sie im Mai über die Deiche sehen unter dem offenen, blauen Licht des raschen Himmels, ist das dominierende Grün plötzlich mit einem gelben Schmuck über und über besetzt. Der Löwenzahn lässt den Norden leuchten. Einige Wochen später ist die gelbe Pracht dahin, und die Deiche tragen für eine kurze Weile den weißen Bart der Pusteblume, die der immerwährende Wind zaust und fortbläst überall hin. Dass dies die Hüter der Vorgärten ärgert, ist für mich immer ein beruhigender Gedanke gewesen. TARAXACUM, die botanische Bezeichnung für dieses kleine Wunder, Deichvergolder, Wolfsmilchgewächs, Gift und Heilmittel, Karnickelfutter und Salatlieferant – die Hundeblume, siehe Borchert, wächst überall”
Die ganze Entstehungsgeschichte dieses verzauberten Ortes der Kultur hinter dem Deich finden Sie äußerst lesenswert im Kursbuch 133.
Und da Bilder immer noch mehr sagen als 1000 Worte…

Taraxacum

Leer, Rathausstraße


